Das Adlerprojekt im Nationalpark Berchtesgaden und sein Leiter

Shownotes

Podcaster Thorsten Jost trifft in dieser Folge Uli Brendel, den stellvertretenden Leiter des Nationalparks Berchtesgaden. Gleichzeitig ist er Leiter des Adlerprojektes. Uli erzählt wie er zu dem Job im Nationalpark kam und warum ihn Adler schon immer fasziniert haben. Er spricht über die Anfänge des Projektes und wie wichtig das weit über die Grenzen des Landkreises hinaus ist. Außerdem sprechen die beiden über die Besonderheit des Nationalparks an sich und wie jeder einzelne seinen Teil dazu beitragen kann, dass dieses Juwel erhalten bleibt.

Transkript anzeigen

00:00:00: Servus!

00:00:00: Herzlich willkommen zu dem Podcast Echt Berchtes Garten.

00:00:03: Der Podcast ist eine Zusammenarbeit von mir, Thorsten Jost und dem Berg-Erlebnis Bercht des Garten.

00:00:09: Ich bin dazu in der Region unterwegs Treffe Menschen die Spannendes zu erzählen haben Über sich selbst ihr Leben ihre Leidenschaft Und natürlich ganz viel über die Heimat.

00:00:20: Das Berchtesgarter Land ist einfach ein besonderes Fleckerl Erde!

00:00:24: In den bisherigen Folgen war ich schon in der Schellenberger Eishöhle oder habe mich mit dem Profisportler Anton Donipalzer über seine Karriere unterhalten, hört er gern mal rein... Die Folgen findet ihr bei Spotify und auf allen gängigen Podcast Kanälen.

00:00:41: In dieser Folge treffe ich den Uli Brenndl, das ist der stellvertretende Nationalparkleiter in Bechtesgaden und Leiter des Adlerprojektes dort.

00:00:49: ein wichtiges und sehr entscheidendes Projekt wenn es um Artenschutz geht!

00:00:55: Philosophie, Kooperation statt Konfrontation.

00:00:58: Der später dann bekannt wurde als Berchtesgarten der Weg im Artenschutz.

00:01:03: Der hat sich tatsächlich durchgesetzt und wird jetzt eigentlich bayernweit und zum Teil auch in den Alpen übernommen.

00:01:08: Wieder Uli zum Nationalpark kam was ihn schon immer an den Adlern fasziniert hat und über das richtige Verhalten in unserer wunderschönen Region darüber sprechen wir in dieser Folge.

00:01:20: Das

00:01:21: ist echt Berchtestgarten!

00:01:49: Freue mich heute hier zu sein.

00:01:51: Ich freu mich ebenso!

00:01:52: Mein Gott, was schön das Problem im Nationalpark ist.

00:01:56: es wimmelt von schönen Plätzen wo wir uns hinsetzen.

00:01:59: Es ist einfach ein Traum.

00:02:00: Wir sind an der Nationalparkinfostelle bzw nicht direkt bei der Infostelle sondern ein bisschen dahinter vor einer sehr bekannten Hütte weil du vorher einen Namen genannt hast behauptlich mal dieser Bekanntehütte.

00:02:11: Wo sind wir denn ganz genau?

00:02:14: Wir sind am Infostelleklausbach aus oder Infostellen hinter See heißt sehr offiziell Aber man kennt sie eigentlich unter dem Klausbach Haus.

00:02:23: Am Eingang zum Klausbachtal und wir befinden uns jetzt gerade hier im Außengelände, das wie du sagst völlig richtig sehr naturbelassen ist weil wir hier auch sehr viel mit Kindern arbeiten.

00:02:35: Sehr viele Erlebnisspiele, Pädagogik machen mit Kindern und hier sitzen wir unmittelbar jetzt im Schatten heute ganz wichtig der Stittersbach-Holztube.

00:02:46: Das ist also tatsächlich eine Holztube die einst im Sittersbachtal gestanden war.

00:02:51: Dort verfallen wäre und von uns dann hier ins Gelände gebracht wurde, wieder aufgebaut wurde und jetzt hier wunderbar für uns Nutzbois.

00:03:02: Für was genau?

00:03:03: Gestern weil wir sind jetzt Ende Juni können wir gleich noch mal drauf eingehen.

00:03:06: aber diese Geschichte mit etwas abbauen und hier wieder hinstellen trifft ja auch auf die Infostelle zu.

00:03:12: ich glaube aus der Unterau ist das doch ehemaliger Alpen.

00:03:17: Abgebaut und hier wieder Stein für Stein, Originalgetreu nachgebaut oder aufgebaut auch mit dem gemauerten Keller der wunderbar ist.

00:03:26: Wir brauchen keine Kühlung eigentlich im Haus weil die Leute damals einfach gewusst haben wie man es machen muss.

00:03:34: Für uns ist das Glausbachhaus ein absoluter Glücksfall.

00:03:36: als Nationalparkverwaltung so authentisches Haus der Region hier als Infostelle nutzen zu können, ist perfekt.

00:03:45: Ja, Authentizität und Nachhaltigkeit.

00:03:48: Man muss ja nichts Neues hinbauen wenn man schon was irgendwo stehen hat.

00:03:51: aber ich finde es auch wahnsinnig.

00:03:52: Ich mein weißt du selber, wenn Du hier in der Region unterwegs bist

00:03:55: wie

00:03:55: viel verfällt, wo Du denkst?

00:03:57: früher war das so ein schönes Gebäude.

00:03:59: also egal ob jetzt bei uns... Gibt es ausreichend bei euch ja wahrscheinlich auch in Berchtesgarn, aber du bist ja gar nicht direkt aus Berchtsgarn oder schon?

00:04:07: Du hast immer einen recht weiten Weg wenn ich das noch richtig im Kopf habe.

00:04:10: Ja ursprünglich schon.

00:04:11: Ich komme eigentlich vom Kimsee mit dem Bernau groß geworden am Kimsee und auch eine sehr schöne Gegend der Kimgao Und immer Kontakt zwischen den Sehen, Seenplatte und dem Bergen.

00:04:26: Das war so meine Schnittstelle.

00:04:27: und letztendlich hierher gelockt haben ich die Steinadler, die damals als junger Kerl immer mal wieder bei entsprechenden Thermikverhältnissen von der Kampenwand rausgekommen sind, ihre Reviergrenze abgeflogen sind und dann wieder ins Brintal zurückgeflogen ist.

00:04:45: Die haben mich immer fasziniert Und damals habe ich den in Schluss gefasst, aber wenn ich irgendwas werden will dann ist es Biologe.

00:04:53: Dann will ich was mit Steinadlern machen.

00:04:55: sehr naiv natürlich weil davon allein kann man natürlich nicht leben.

00:05:00: Aber letztendlich ist der Traum in irgendeiner Form ja in Erfüllung gegangen.

00:05:04: Ich kann immer noch mit Stein Adlern arbeiten Bin hier seit über dreißig Jahren jetzt zusammen mit einer Kollegin verantwortlich für das Steinadler Projekt.

00:05:14: Wir kümmern uns um insgesamt siebzehn Brutpaare oder Revierpaare.

00:05:20: Vier davon in Österreich, dreizehnt davon auf deutscher Seite und versuchen rauszukriegen wie sich der Bestand entwickelt.

00:05:28: Wir versuchen relativ erfolgreich menschliche Störungen von den Horsten wegzuhalten.

00:05:35: Und das ist eine meiner Aufgaben.

00:05:37: Ansonsten bin ich eher zuständig für die Info-Gebäude hier im Nationalpark Und das heißt, meine Tätigkeit an sich konzentriert sich eher auf Indoor-Tätigkeiten.

00:05:50: Das ist ganz normal.

00:05:52: aber ich habe und das ist für mich speziell sehr wichtig immer noch diesen Bezug in den Schutzgebiet diese Möglichkeit rauszugehen immer wieder Kraft zu tanken für die Dinge, die halt manchmal nicht so viel Spaß machen gerade was Verwaltungstechnische Aufgaben angeht.

00:06:10: Das ist für mich ein Riesenglück.

00:06:14: Ich war schon immer ein sehr naturverbundener Mensch, bin es immer noch und möchte das auch bleiben.

00:06:18: Und wenn ich einen Job habe wie den, den ich gerade habe dann kann man sagen Traum erfüllt und immer noch glücklich!

00:06:28: Homeoffice, Nature-Office hier in dem Fall wäre eine andere Möglichkeit oder?

00:06:32: Ich meine heutzutage kann es sich überall hinsetzen.

00:06:34: Wir sitzen jetzt auch mit einem Akku letztlich und haben die ganze Technik dran.

00:06:41: Unabhängig davon ob sowas erlaubt ist von der übergeordneten Behörde aber wäre ja eigentlich eine Möglichkeit.

00:06:46: oder wie sehr ist die Abdeckung auch im Nationalpark?

00:06:50: Ja es gibt natürlich schon meinen.

00:06:53: Mein Berufsalltag wird sehr stark bestimmt durch irgendwelche Meetings, Treffen, Abstimmungsgespräche.

00:06:58: So menschliche

00:06:59: Treffen?

00:07:00: Genau!

00:07:01: Face to face... Durch Corona und jetzt die ganzen Videokonferenzen sind viele Zeitfenster geschaffen worden, die früher nicht möglich waren.

00:07:10: also gerade wenn es mit externen Abstimmung Notwendigkeiten gibt dann gibt's natürlich diese Online-Meetings, die sind super.

00:07:18: Die nutzen wir immer mehr Und immer häufiger, aber man hatte ja Gott sei Dank immer noch sehr viel face to face Mensch zu Mensch angesichts an Gesicht treffen und die verlegt man Wann immer möglich natürlich an den Ort des Geschehens.

00:07:34: Wir bearbeiten ja für einen Schutzgebiet, das heißt man muss oft draußen stehen, Dinge betrachten überlegen was macht, was managed man in welcher Art und Weise dass es möglichst wenig Einfluss auf die Natur aber auch die dort lebenden sich bewegende Menschen hat und ist leider nicht immer möglich.

00:07:57: Das heißt wir haben sehr viele Veranstaltungen und treffen natürlich auch indoor, aber wie du sagst waren immer möglich.

00:08:04: kann man das draus machen.

00:08:05: Ja

00:08:05: schön ja das ist doch wunderbar wenn wir allein weiß man hat die Möglichkeit und Du machst ja nicht einen faun lenz sondern das ist ja auch.

00:08:13: du musst ja vor allem auch also ihr müsst ja auch gucken wie wir haben jetzt vorher schon kurz darüber geht bevor wir angefangen haben dass hier natürlich eine sehr hoch frequentierte stelle ist jeder eingangsbereich man muss gucken wie viele Leute kommen denn so dass mal da auch glaube ich immer das schön managed und daraus rückschlüsse am ende ziehen.

00:08:28: Wollen wir mal kurz, du hast vorhin gesagt die Steinadler, die von der Kampenwand rübergekommen sind haben dich dann dazu gebracht diesen Weg einzuschlagen.

00:08:35: Klassisch Biologie studiert oder wie nennt man das?

00:08:38: Ja,

00:08:39: damals gab es als ich studiert habe natürlich nicht so viele Möglichkeiten wenn ich mir das heutzutage anschaue.

00:08:44: Wie viel Möglichkeiten Berufsstränge oder Ausbildungsstränge jetzt einem zur Verfügung stehen und Bin ich schon ein bisschen neidisch.

00:08:55: Bei mir damals war es eher die klassische Biologie, die da zur Auswahl stand und dann in der Uni Regensburg studiert.

00:09:02: Dann kam's drauf an wie was die Uni für einen Schwerpunkt hat bei mir in der uni regsburg lag, der damals zumindest eher der Mikrobiologie oder Biochemie so dass es für den klassischen Zoologen jetzt wenige Möglichkeiten gab.

00:09:17: trotzdem hat es mir in Regensburg so gut gefallen, dass ich nie auf die Idee gekommen wäre den Studienort zu wechseln.

00:09:23: Ich habe mir gedacht das muss beides irgendwie funktionieren also sowohl Regensburger als Studienorts behalten wie auch das Ziel Zoologie in irgendeiner Form durchzuziehen auch umsetzen.

00:09:36: und ja gut es hat dann dazu geführt dass ich als Diplomarbeit über eine kleine zangende Bälle so heißt hingeschrieben habe war vier Monate lang mit dem Kayak auf dem Fluss Regen unterwegs war auch eine super tolle Erfahrung.

00:09:53: Gut, ich habe mich dann später eben mit den Steinradern etwas größeren fliegenden...

00:09:58: Man muss ja klein anfangen!

00:10:01: Die Flieger haben es mir schon immer angetan gehabt oder so kann man das vielleicht auch sagen.

00:10:06: War eine schöne Zeit.

00:10:07: aber wie gesagt klassische Biologie, das waren meine Ausbildungen.

00:10:11: Was

00:10:11: wolltest du bei der Zangenlibelle?

00:10:15: darstellen, also so generell wie die lebt und was sie macht oder?

00:10:17: Richtig

00:10:18: es ging darum das war damals in einem Arten- und Biotopschutzprojekt das Landesamt für Umwelt heraus zu bekommen welche Lebensraumansprüche diese Zangenlibelle braucht.

00:10:29: Das ist logischerweise eine gefährdete Art, eine Fließgewässerart Die bei der damals noch deutlich schlimmeren Gewässerverschmutzung natürlich richtig zu leiden hatte.

00:10:43: Und da ging es darum einfach mal zu schauen, was sind die optimal Ansprüche für diese Art?

00:10:49: Was braucht sie um auch dann und das war das, was mich natürlich auch so in erster Linie motiviert hat.

00:10:55: Zu überlegen, was kann ich verbessern für eine Art?

00:10:58: ja?

00:10:58: Was kann ich tun, um es für diese art leichter zu machen?

00:11:03: Ich wüsste ganz ehrlich gesagt nicht, was davon umgesetzt wurde aber ich dachte damals war überzeugt dass es auf jeden Fall etwas ist angewendet wird und das war mir im Arten Naturschutz immer sehr wichtig.

00:11:20: Schönes Thema, Biologie habe ich ja auch mal gemacht in der Schule.

00:11:23: Ja doch.

00:11:23: Hängt

00:11:23: immer stark vom Lehrer ab wie so vieles.

00:11:27: Ja genau das stimmt schon.

00:11:28: nur diese Natur dieses Glück dass wir halt haben.

00:11:34: Dass man hier groß werden durften und egal ob Chimga oder Berchtesganer Land Wir haben es einfach so unfassbar schön hier und für dich war aber auch klar Ich finde die Vergleich eigentlich nicht so passend, aber sowas wie Kanada.

00:11:48: Wird ja oft gesagt hier Bayern ist wie Little Canada weil da einfach die Dimensionen nochmal ganz anders sind oder weil sie nicht in Neuseeland überall wo so eine Natur ist einfach mal weg.

00:11:57: war das ein Thema?

00:11:57: Warst du mal weg so richtig von hier?

00:12:01: Lange nicht.

00:12:01: ich habe im Laufe meines Lebens natürlich schon versucht viele andere tolle Naturlandschaften kennenzulernen Hatte das Glück, erst jetzt vor Kurzem in Patagonien zu sein.

00:12:14: Schön!

00:12:15: Das ist eine Landschaft die mich wirklich fasziniert hat und noch mal anders ist.

00:12:20: Ich möchte nicht sagen, dass sie viel schöner ist.

00:12:22: Sie ist halt einfach so viel anders für jemanden der hier im Mitteleuropa wohnt durch diesen permanenten Wind, diese Wildheit... Die Tierarten, ich habe eine einzige Vorgelart da unten wirklich gekannt von Europa.

00:12:38: Alle anderen waren neu für mich und das war ein fantastisches Erlebnis.

00:12:43: auch die Menschen dort haben mich fasziniert und natürlich die Naturräume.

00:12:48: also das war so ein so ein Erlebnes dass mich jetzt vor kurzem nachhaltig irgendwie geprägt hat.

00:12:54: dahingehend als ich sag dann muss ich wieder hin weil man sich nicht Alles gesehen hat, genauso die Anden haben mich fasziniert jetzt vor kurzem.

00:13:04: Nicht die Bayerischen Enten-Anten sondern die Andenden?

00:13:06: Nein, aber bei manche Anden sind auch faszinerend sein können!

00:13:12: Aber genau das sind so Naturlandschaften, die mich wirklich faszineieren, aber es gibt so viel noch zu entdecken und... Ja,

00:13:23: ich würde ah sehen.

00:13:23: Ich habe irgendwie jetzt so gerade... Ich weiß es ja in ein paar Tagen hab' ich so Japan irgendwie vor Augen mal.

00:13:29: Hab mir auch schon so ein paar Dokumentationen mal zumindest reingeschaut.

00:13:32: Auch faszinierend das zu sehen!

00:13:34: Aber egal wo auf der Welt die Natur schön ist da zieht's natürlich auch die Menschen hin.

00:13:39: Ist natürlich die ganz große Aufgabe von euch hier alles vernünftig zu managen.

00:13:44: und bevor wir da einsteigen würde ich aber gerne mal ganz kurz Dieses Projekt, wie du das einschätzt.

00:13:49: Du kennst es sicherlich.

00:13:50: Es ist der Yellowstone Nationalpark.

00:13:54: Da war doch das mit den Wölfen drin.

00:13:56: Da haben wir die Wölfe glaube ich ausgerottet und dann haben sie da vor vielen Jahren diese Wölfer zurückgebracht.

00:14:01: Und ich finde was das mit dieser Landschaft getan hat.

00:14:05: also ich habe da letztens auch eine Doku gesehen.

00:14:07: Das ist ja unfassbar spannend dass dann auf einmal wieder Dadurch, dass dann diese Karibus wieder mehr gefressen wurden von den Wölfen haben sich da diese Flusslandschaften wieder erholt.

00:14:18: Jetzt wachsen wieder Bäume die vorher nicht mehr da waren... Ich finde es hochspannend und faszinierend!

00:14:24: Kann man das hier bei uns auch adaptieren?

00:14:25: Gibt so was ähnliches wo du

00:14:27: sagst?!

00:14:28: Ist ein ähnliches Projekt oder so, was haben wir ja auch gesehen und gemerkt?

00:14:32: Jetzt bei uns im Berchtesgaden wüsste ich jetzt kein ähnliches Beispiel.

00:14:38: Generell verfolgen wir mit dem Badgar-Projekt auch etwas wo man sagt Wir wollen einen Fehler wieder gut machen Ein wichtiges Glied in der Nahrungskette wieder zurückbringen.

00:14:51: Aber es gibt natürlich auch deutschlandweit also gar nicht... Man muss gar nicht soweit gehen.

00:14:54: Gibt's ja durchaus Beispiele wo man zum Beispiel Auerochsen oder Wiesente wieder zurückbringt, die natürlich immer der Hoffnung jetzt nicht nur diese schönen Tiere wieder sehen zu können sondern auch mit dem Hintergedanken Landschaften verhindern zu lassen und zwar von von der Natur, also von Tieren die wissen wie es geht und das vernünftig machen.

00:15:19: Und letztendlich ist ja auch der ganze Anspruch den wir in einem Nationalpark haben dieser Prozessschutzgedanke diese Natur sein lassen genau das wo es hingeht nämlich dass man einfach die Natur machen lässt und ich jetzt als ständig meint man muss der Natur vorgeben wie sie zu wachsen hat welche Baumartenanteile, in welchen Prozent setzen wo stehen müssen.

00:15:43: Das hat man damals auch im Bayerischen Wald erkannt nach dieser Borkenkäferkatastrophe.

00:15:51: Zumindest wurde die ja so empfunden mit diesen Quadratkilometer großen Flächen an Baumleichen.

00:15:57: und da hat man zum ersten Mal hier eben auch den Mut gefasst in Deutschland zu sagen jetzt lass doch einfach mal die Natur machen.

00:16:04: und ich denke der Schritt hat sich bewährt.

00:16:06: und bei uns ist es genauso.

00:16:08: Und da schließt sich jetzt der Kreis, auch im Berchtesgaden gibt es vom Menschenhand veränderte Wälder.

00:16:14: Im Grunde Salinenwäldern die hier großflächig verändert wurden mit Fichte aufgepflanzt wurden um möglichst schnell wieder eine verwertbare Baumart zu haben die man verfeuern konnte um die Sohle entsprechend dann auch bearbeiten oder Salz gewinnen zu können.

00:16:33: Aber da hat man auch sehr schnell dann eben gelernt, auch durch den Bayerischen Wald.

00:16:37: Dass es sich lohnt Geduld zu haben und wo man nicht eingreifen muss die Natur machen lässt weil die auch in Zuge des Klimawandels am besten weiß welche Baumarten welche Vegetationen am Besten angepasst ist.

00:16:52: Du bist dann nach der nach Regensburg dann relativ schnell auch hergekommen.

00:16:58: oder war das noch eine Zwischenstation?

00:16:59: War der Nationalpark denn schon?

00:17:01: Ja, das war der Nationalpaket.

00:17:03: Ich stand da eines Tages vor der Tür eben bei unserem.

00:17:07: damals noch gab es das Fachgebiet oder das Sachgebiet Zoologie noch.

00:17:11: Das geht leider nicht mehr.

00:17:13: Bei dem Zoologiesachgebiet Leiter vor der Türe und gesagt so ich möchte was mit Steinandlern machen.

00:17:19: Diplomarbeit mit Steiner.

00:17:20: Dann hat er gesagt, es geht leider nicht und der Frustration ist schnell mal da weil wenn die Vögel aufhören zu brüten dann hast du keine Daten.

00:17:28: geh doch lieber mal wieder zurück an die Uni und mach da was Handfestes wo du weißt das funktioniert.

00:17:34: deswegen dann das Thema mit den Lebellen.

00:17:36: Die Lebelln sind einfach da und man kann sich sicher sein dass man Daten bekommt.

00:17:41: Und als die Diplomerbeit in Sack und Tüten war stand ich wieder auf der Schwelle und habe gesagt, so jetzt bin ich wieder da.

00:17:49: Und die Not war natürlich dieselbe.

00:17:52: es gab jetzt kein Geld dafür für diesen Projekt und dann hab' ich erst mal was anderes gemacht im Nationalpark.

00:18:00: mit sie ist damals Futur Alp ein Projekt der sich schon damals damit beschäftigt hat Was passiert mit Vogelarten?

00:18:07: Die bestimmte Lebensräume bevorzugen also Laubbaum-Lebensräume.

00:18:14: wie werden die in Zukunft profitieren oder nicht profitieren und im Gegensatz dazu Vogelarten die eher ja Pflichten, Tannenwälder eher kühlere Bereiche mögen werden.

00:18:29: Die profitieren werden die vielleicht verlieren?

00:18:32: Und da gibt es ganz klare Gewinner- und Verlierer.

00:18:35: aber das war für mich auch spannend!

00:18:38: Dann durch einen Zufall bin ich dann in über die Alleranz-Umweltschriftung, die eigentlich ein Projekt in den neuen Bundesländern finanzieren wollte.

00:18:50: Nämlich zu den Seeadlern.

00:18:52: Da sind ihnen dann aber die Projektpartner abgesprungen und so standen sie da, hatten Werbung gemacht für ein tolles Adlerprojekt der Allerarnsumweltschtiftung ja und hatten dann aber keine Adler mehr.

00:19:04: und dann sind Sie zu uns umgesprungen.

00:19:07: wir hatten Adler, aber kein Geld.

00:19:09: Und das war eine ideale Kombination im Nationalverpärchtes Garten ein Projekt mit Steinadlern zu machen.

00:19:15: mit der Alleranz-Umweltschriftung und unserem damaligen Leiter dem Dr.

00:19:20: Zill war es auch nur recht weil er ist ja auch anitologisch sehr interessiert und war heilfroh, dass die Allerz-Umbelstiftung dann sechs Jahre lang dieses Projekt gesponsert hat oder gefördert hat.

00:19:33: Das war der Beginn meiner Ich habe mehr oder weniger einen Zufall geschuldeten Karriere als Steinadlerbearbeiter hier im Nationalpark.

00:19:40: Also die Situation war damals, es gab Adler-Steinadler hier auch in der Größe?

00:19:46: Es gab schon... Die Paare gab's immer aber mit einem deutlich geringeren Boot erfolgt weil es zu der Zeit als ich angefangen hab leider immer noch Gang und Gebe war von Natursche Zeit nichts zu verraten.

00:19:58: das heißt also man hat immer diesen Eichwohn in sich getragen jemand der hier im Nationalpark fliegt, Sport treibt, stört generell alle Wildtiere deswegen gar nicht verraten wo die ihre sensiblen Bereiche haben.

00:20:13: Wir haben sofort gesagt das ist der falsche Ansatz.

00:20:15: du musst mit den Leuten reden, du musst ins Gespräch kommen und du musst ihnen Informationen geben weil nur dann kannst du auch davon ausgehen dass sie bereit sind diese Bereiche zu meiden.

00:20:26: Du kannst jetzt sagen ich verrate nichts und beschwer es sich hinterher da sie dann irgendwo stören.

00:20:31: Das klingt so trivial heute.

00:20:33: Es war aber damals wirklich eine Hürde, die man überwinden musste und auch auf der Gegenseite bei den Gleitscheinfliegern.

00:20:38: jetzt im konkreten Fall war es sehr schwierig für den damaligen Vorstand des Berz-Garner Gleitzschirmflieger damit zu machen weil seine Sportkameraden gesagt haben hey du arbeitest mit Artenschützer zusammen die wollen doch bloß zeigen dass wir Flieger die bösen Buben sind um da wieder Beweise zu sammeln.

00:21:00: Er hat gesagt, er glaubt da nicht dran.

00:21:02: Er glaubt dann die Chance, die man hat und diese Philosophie Kooperation statt Konfrontation, der später dann bekannt wurde als Berchtesgadener Weg im Artenschutz.

00:21:17: Der hat sich tatsächlich durchgesetzt und wird jetzt eigentlich bayernweit und zum Teil auch in den Alpen übernommen.

00:21:23: Super!

00:21:24: Schöne Sache zu den Badgeiern.

00:21:28: und damit kommen wir jetzt zu dem, was ich zu Beginn gesagt habe.

00:21:30: Weil gestern hier in dieser Hütte waren die ja drin – die beiden Badgeier, die jetzt kürzlich ausgewildert wurden.

00:21:36: Und das ist dann so der Ort wo sie quasi darauf vorbereitet werden bevor sie dann in ihre Nische kommen.

00:21:41: Und Badgeyer ist dann aber etwas Eigenständiges?

00:21:44: Das konnte man jetzt nicht da irgendwie mit einem Stein oder ein anderes Badgei-Punkt, oder?

00:21:48: Da gibt es nicht irgendeine...

00:21:48: Ah doch!

00:21:49: Es gibt schon mehr Gemeinsamkeiten als man vielleicht zunächst denkt.

00:21:52: Klar sind zwei unterschiedliche Vogelarten, die sich noch dazu gar nicht mögen.

00:21:56: Das heißt Bartleier und Steinadler haben sich... Sind

00:21:58: aber keine Konkurrenten eigentlich, gell?

00:22:00: Sie konkurrieren eigentlich allenfalls um ein Territorium.

00:22:04: Ja.

00:22:04: Sind beides territoriale Vögel die einen Revier beansprücken und das ist der Knackpunkt.

00:22:08: deswegen mögen sie sich nicht.

00:22:10: Aber ansonsten völlig richtig sind sie keine Konkurenzen was Nahrung angeht oder Brutplätze.

00:22:16: Klar, der Badgeier nutzt schon alte Horste von Steinadlern und Steinadler haben immer mehrere Horste.

00:22:21: für dieses kein Problem wenn dann einer mal ausfällt oder benutzt wird von jemand anderen.

00:22:26: also das ist nicht der Grund aber sie mögen sich einfach nicht.

00:22:29: Aber für uns war eine der Punkte warum auch Berchtesgarten dieses badgeierprojekt bekommen hat dieses aus diese Chance Badgei wieder anzusiedeln weil wir als nationalpark eine entsprechende Infrastruktur haben und dazu gehört auch ein Monitoring Team im Steinadler Projekt, das erfahren ist.

00:22:50: eine Struktur aufgebaut hat, ein Netzwerk von Leuten die sich entsprechend auskennen und ausgebildet sind.

00:22:58: Das war auch einer der Gründe warum die VCF gesagt hat, der Nationalpark ist ein geeigneter Ort um Bartger auszuwählen.

00:23:04: Super!

00:23:04: Und das jetzt schon zum sechsten Mal in diesen Jahren?

00:23:07: Großartig toll!

00:23:08: Hättest du anders gedacht dass es so positiv läuft?

00:23:12: beim ersten mal schon?

00:23:13: Oder muss man mit der Gewissheit reingehen, weil es schon langfristig

00:23:17: ist.

00:23:17: Ja natürlich ist man positiv und denkt natürlich immer in erster Linie an die Jahre, die dann kommen wenn die Vögel zurückkehren nach ihrer Dispersionsphase wie das heißt also nach ihre Erkundungsphase im Alpenraum wo sie erst mal überall rumfliegen uns alles sich anschauen.

00:23:35: aber durch diese Philopathrie die wir ihnen ja auch erleichtern dadurch, dass wir Flugunfähige auswildern.

00:23:42: Lernen Sie das hier als Ihre Heimat kennen?

00:23:45: Das war schon ein Ziel, dass sie dann zurückkehren wenn sie geschlechtsreif sind und hier mal eben einen Revier gründen und im besten Fall dann auch reproduzieren.

00:23:53: Womit man startet ist es die Zielsetzung, dass sich in der Region irgendwann wieder brüten.

00:23:59: Das heißt, man denkt gar nicht so großartig dran.

00:24:03: Zumindest mir ging es so dass das scheitern könnte.

00:24:06: und als dann Walli aber im ersten Jahr also im nächsten Winter früher durch einen Steinschlag in Werdenfelser Land ums Leben kam eine aus der ersten Generation die wir hier ausgewildert haben.

00:24:19: klar kommen dann Fragen auch aus dem Umfeld ob denn da was schief gegangen wäre.

00:24:26: Wir konnten das aber natürlich ganz leicht verneinen.

00:24:30: Steinschlag, Opfer bei Bartgeirn ist Gang und Gebe.

00:24:33: Das ist eine ganze natürliche Todesursache bei Bartgerrn weil die halt in solchen Rennen ihre Nahrung suchen Und es war weit weg von hier.

00:24:41: also wir hatten überhaupt keine

00:24:43: Zugerbsmöglichkeit.

00:24:44: Kein Einfluss vor allem auch nicht?

00:24:45: Also hast du generell nicht, ja?

00:24:46: Nee, hast du nicht!

00:24:48: Ich glaube die Walli kannte man... Mit Fug und Recht haben wir schon als Wildvogel bezeichnet, die zwar noch einen Sender trägt.

00:24:54: Wir wussten wo sie ist aber ansonsten völlig selbstständig war und da steckt man nicht drin.

00:25:00: Natürlich ist es schade wenn in der ersten Generation ein Vogel ausfühlt.

00:25:04: dann kommt man natürlich so bisschen ins Krübeln.

00:25:07: wie gehts weiter?

00:25:09: Aber die anderen Ausbildungen haben alle wunderbar funktioniert.

00:25:14: Die anderen acht Vögel plus Bavaria, deren Sender ausgefallen ist.

00:25:18: Bei dir wissen wir einfach nicht mehr wo sie ist aber die ist jetzt Wildvogel.

00:25:21: so soll es ja auch sein.

00:25:23: Aber bei den anderen Achtig kennen wir genau wo sie sind und sich aufhalten und das ist

00:25:28: schön

00:25:29: weil man weiß hey den Vögeln geht aktuell sehr gut und jetzt haben wir wieder zwei ausgewildert und da wird man das wieder verfolgen Vögel verabschieden, das heißt wenn sie wegfliegen und uns nicht mehr brauchen unser Futter nicht mehr braucht dann wissen wir es war wieder erfolgreich.

00:25:46: Aber ich behaupte jetzt mal du sowieso immer wieder mal schaust so was fliegt gerade hier so rum oder bist irgendwo unterwegs schaunst du schon hin und wieder mal?

00:25:57: was wäre jetzt wenn die Bavaria jetzt hier vorbeifliegt?

00:26:01: Habt man sie mal gesehen?

00:26:03: Du würdest sie nicht mehr erkennen.

00:26:05: Also die sind ja markiert mit so...

00:26:09: Einige Federn sind gebleicht am Anfang.

00:26:12: oder kannst du sie etwa zwei Jahre lang erkennen.

00:26:15: Das dient nur dazu, falls der Sender ausfällt.

00:26:18: Kannst du sie noch erkennen in den ersten zwei Jahren?

00:26:21: Aber ansonsten werden diese Federn rausgemausert, sodass du sie nicht mehr erkennst.

00:26:27: und jetzt schaut sie aus wie alle Vögel im sechsten Jahr und also alle Badgeier im sehnten Jahr.

00:26:34: Und da würdest du sie nicht mehr erkennen, außer sie würde per Zufall mal vor einer Fotofalle sitzen und ihre beiden Ringe zeigen.

00:26:42: dann könnte man drauf kommen.

00:26:44: oder was noch schicker wäre für uns natürlich der Jackpot wenn wir in ein paar Jahren hier brütende Badgeiere hätten und wir würden nach der Brut in den Horst einsteigen Federn sammeln und genetisch untersuchen und dann feststellen Einer davon von den Altvögeln war die Bavaria.

00:27:02: So würde es laufen, im Normalfall so ist das oft passiert in anderen Regionen der Alpen aber ansonsten werden wir nicht mehr in der Lage sein, Bavari jetzt anzusprechen ohne weiteres.

00:27:15: Aber das wussten wir von Anfang an dass wir uns mit diesem Trennungsschmerz auseinandersetzen müssen und das ist ganz normal.

00:27:21: Das ist auch

00:27:22: völlig in Ordnung.

00:27:22: Wie alt werden die Badegei?

00:27:24: Tatsächlich, das fährt sich jetzt blöd an.

00:27:25: Wir wissen es nicht!

00:27:27: Wir wissen dass die ältesten Vögel, die ausgewildert wurden, jetzt noch leben, zumindest einige davon.

00:27:34: Das heißt sie sind jetzt vierzig Jahre alt und leben noch und reproduzieren auch noch.

00:27:43: Ablaufdatum ist noch nicht erreicht.

00:27:44: Ähnlich wie Menschen dann eigentlich so, ich meine mit vierzig Jahren auch noch locker Kinder.

00:27:49: Ja es wird schon, also bei den Zuchtpalen in den Zoos wird's dann schon ein bisschen dünner aber grundsätzlich lebensfähig sind sie nach wie vor.

00:27:58: ob sie noch gut reproduzieren ist nochmal eine ganz andere Frage.

00:28:01: Also man kann schlichtweg nicht sagen wie alt Bartke im Alpenraum werden.

00:28:07: Spannend.

00:28:08: Ich mag das Projekt!

00:28:09: Also ich bin immer gerne auch bei dem Termin, wenn die ausgewillt werden, weil ich jetzt einfach diese Tiere faszinierend finde und das liegt wahrscheinlich auch an Wallium Bavaria, die ich beim ersten Mal hier dann auch miterleben durfte.

00:28:20: Das heißt aber auch dein Job ist... Ja, hast du es ja vorhin auch schon gesagt, Meeting und viel in Büro, aber trotz alledem bist du auch noch hier und beobachtest?

00:28:28: Du bist auch hier, wenn irgendwie mal was sein sollte mit den Tieren nach der Auswilderung oder darüber hinaus.

00:28:35: Das heisst gute Abwechslung,

00:28:38: Ja, also ich könnte es mir eigentlich nicht besser malen.

00:28:41: Also das ist eine abwechslungsreiche Job.

00:28:45: Steinhautler-Badger-Projekt verschiedene Infogebäude verschiedenste Themen auch so mit denen man natürlich in der mit Kollegen und Kolleginnen sich abstimmt wir sind ein Team im Nationalpark sehr Sachgebietsübergreifend arbeitet.

00:29:01: das heißt man bekommt jetzt nicht nur Scheuklappen mäßig seine Themen mit, sondern man ist auch immer mit anderen Themen involviert.

00:29:11: Man braucht sich gegenseitig, man tauscht Personal aus, Mitarbeitende aus die sich gegseitig unterstützen und das ist einfach schon eine tolle Geschichte in so einem Job arbeiten zu dürfen der eben nicht zum Monoton verläuft wird.

00:29:26: Ja, ich möchte niemals so nahe treten.

00:29:28: Ich könnte es mir persönlich nicht vorstellen an einem Fließband zu arbeiten und täglich immer den selben Handgriff.

00:29:33: Das wäre nichts für mich.

00:29:35: insofern bin ich froh wo ich bin.

00:29:37: das macht mir Spaß.

00:29:39: Wie gehst du auch durch den Nationalpark?

00:29:41: also Du kennst natürlich wahrscheinlich jeden Quadratmeter aber so gut wie?

00:29:46: Du kennest ganz viel hier Aber so entdeckend immer noch?

00:29:50: Oh ja klar.

00:29:51: Also ich kenne viele Ecken nicht, muss ich ganz ehrlich gestehen.

00:29:54: Ich habe natürlich meine Lieblingsecken und das ist oft so dass ich dann in meiner Freizeit versuche solche Ecken wieder aufzusuchen.

00:30:04: Oft liegen Jahre dazwischen und man erlebt wieder völlig andere Dinge.

00:30:08: aber... ...ich hab mir immer noch vorgenommen und ich halte mich immer noch für jung genug viele Dinge zu entdecken weiß aber auch sehr gut dass ich aufgrund meines Alters nicht mehr alles machen werde.

00:30:21: Watzmann Überschreiterung habe ich mir jetzt fast abgeschminkt.

00:30:25: Auch die Watzbahn Ostwand werde ich mir wohl nicht mehr vornehmen, aber das ist auch kein Problem für mich.

00:30:33: Es gibt so viele andere tolle Ecken von denen ich sicher bin dass ich sie noch irgendwo mal entdecken werde.

00:30:39: Sehr schön!

00:30:41: Sie kann man rausgefallen.

00:30:42: Uli hat sich gestern auch schon gemacht, es ist zu heiß.

00:30:45: Oh echt?

00:30:47: Das ist hier ja... Die ist wieder extrem heiß.

00:30:50: Macht nix.

00:30:53: Mache ich kurz aus!

00:30:56: Okay, warte mal jetzt haben wir das weiter... Gut dann von dem wie du durchgehst entdeckend ist es das auch was du dir von den Besuchern des Nationalpark wünschst?

00:31:09: Ja das würde ich mir wünschen dass es auch eine unsere Zielsetzung und zum Beispiel Haus der Berge Ich weiß nicht ob du schonmal warst oder ausstellte Da legen wir ja sehr viel Wert darauf, dass dieses Entdecken wieder so ein bisschen mehr in die Köpfe der Menschen kommt.

00:31:26: Das mit offenen Ohren und offenen Augen durch die Natur laufen Hände weg wenn es geht vom Handy mal weg vom Bildschirm.

00:31:36: Natur funktioniert nicht wie daheim.

00:31:39: wenn man sich irgendeine BBC Dokumentation anschaut wo alle fünf Minuten einen Tierart vorgestellt wird Draußen bei uns in der Natur, so funktioniert die Natur musst du Geduld haben.

00:31:51: Du musst warten können.

00:31:52: Du muss offen sein für alles.

00:31:54: Es kann jederzeit alles passieren.

00:31:57: Darauf solltest du dich vorbereiten.

00:31:58: Du kannst Spuren entdecken, Hinweise entdeckend auf Tiere und Pflanzen.

00:32:03: Auf was auch immer und einfach mit offenen Ohren, offenen Augen durch die Natur zu laufen.

00:32:09: Das würde ich mir wünschen dass es die Menschen wieder mehr machen über uns.

00:32:14: Und das schlimmste Beispiel finde ich, wenn ich Menschen begegne die mit einem Ghetto Blaster irgendwo auf einer Gipfel sitzen oder wandern.

00:32:25: Das heißt sie haben gar kein Gefühl mehr dafür was Natur und Geräusche machen können oder sie interessieren sich nicht mal dafür weil sie vielleicht die Erwartung haben.

00:32:37: Das ist für mich völlig uninteressant.

00:32:38: Ich möchte meine Musik hören die ganze Zeit und sind nicht offen für das, was sie gerade erleben.

00:32:44: Also dieser Zugang scheint ihnen völlig zu fehlen.

00:32:49: Und das ist etwas, woran wir arbeiten müssen, denke ich auch um... Die Achtsamkeit der Besucher im Nationalpark wieder zu steigern.

00:32:59: Nicht alle, viele sind sehr achtsam aber es gibt immer noch leider sehr viele sehr wenig Respekt haben, davor wo sie sich gerade aufhalten.

00:33:09: Wenig achtsam sind einfach zu häufig aus meiner Sicht ihren eigenen Wünschen träumen und Vorstellungen folgen und nicht im Kopf haben dass andere eben mit diesem Lebensraum in diesem Lebensrahmen sich entweder aufhalten um ihn zu erleben oder sogar hier überleben müssen.

00:33:34: Also sprich, Achtsamkeit ist für mich ein ganz ganz wichtiger Punkt in meinem beruflichen Leben.

00:33:40: Ja ich finde ja Social Media das ist Fluchensegen.

00:33:45: auf der einen Seite zeigt es natürlich was für eine wunderbare Natur wir hier haben.

00:33:50: Es zeigt unglaubliche Orte und man muss sagen manchmal ist echt super drauf das auch schön zu inszenieren hat aber auch leider das Problem und wir haben zwar ein paar Jahre gemerkt am Königs hinten dass andere dem nachstreben wollen, die sagen oh dieser Pool da oben ist ein infinity pool wie er genannt wurde.

00:34:09: Da will ich unbedingt mal rein!

00:34:11: Da muss ich rein!

00:34:12: Hat ja dann zufolge das auch dahinten einfach ein Ansturm war was die Natur zerstört hat Ausrufe zeichnet hat die natur zerstörten.

00:34:20: ihr habt damals gehandelt habe gesagt wird jetzt gesperrt?

00:34:23: Wie es stand der Dinge?

00:34:24: Hat sich die Natur erholt?

00:34:26: Ist es überhaupt möglich dass sie sich erhult?

00:34:29: und vielleicht fangen wir erst mal an.

00:34:31: was für einen schaden wurde denn angerichtet?

00:34:34: Ja, also mal unabhängig davon dass Menschen sich auf völlig leichtsinnige Art und Weise in eine Gefahr gebracht haben die sie das Leben kosten kann.

00:34:46: Die sie völlig unterschätzt haben.

00:34:47: Das ist da oben ein steiles Absturz gefährdetes Gebiet.

00:34:51: Und wenn man damit Flip Flops hin rennt weil man nur gehört hatte gibt es eine Badewanne Da gibt's ne Bademöglichkeit dann ist es einfach leichtsindlich.

00:35:00: Man vergisst ja bei der Gelegenheit sehr schnell, dass man dadurch auch andere Menschen in Gefahr bringt die einen dann retten müssen.

00:35:09: Also dieser Leichtsinn mit der hat die Bergwacht tagtäglich zu tun wie jetzt in dem Fall natürlich auch verstärkt weil da Menschen hingelockt wurden in dieses Gebiet die da einfach nichts verloren haben von ihrer physischen Konstitutionen von ihrer Art und Weise der Ausrüstung von der Kondition her und so weiter.

00:35:31: Also das ist die eine Seite, die andere Seite ist die Naturzerstörung, du hast es gerade schon angesprochen.

00:35:36: Es ist Kernzone des Nationalparks und da war die Vegetation einfach abgetragen, abgetreten weggeschürft, weggekratzt.

00:35:46: Es wurden Bäume gefällt um Feuer zu machen, es wurde Müll hinterlassen, es so, wie man es vielleicht in einem Park erwarten würde.

00:36:00: In einer Großstadt aber nicht in der Kernzone eines Nationalparks.

00:36:05: und das hat uns all das zusammen auch mit der Gefahr für Leib und Leben hat und damals mit der Gemeinde Schönau nur mit denen zusammen war es natürlich möglich bewogen hier ein Teil des Nationalpaks zu sperren weil auch über Kilometer neue Wege entstanden sind, also Trampelpfade in der Kernzone.

00:36:30: Die eben massiv zur Natur Zerstörung geführt haben.

00:36:33: und wir haben es nach fünf Jahren mal geschaut wie weit hat sich die Natur erholt?

00:36:38: Sie hat sich stellenweise erhielt aber die Vegetation braucht deutlich länger und deswegen wurde die Sperrung jetzt noch einmal verlängert.

00:36:49: Würde auch heißenmähtig richtig verstehen, wenn die Sperre aufgehoben ist.

00:36:53: Kann da wieder jeder hin?

00:36:54: Nein oder?

00:36:55: Nein so ist es mit der Sperr nicht zu verstehen.

00:37:00: Grundsätzlich gibt's ja bei uns im Nationalpark kein Betretungsgebot.

00:37:04: das ist ein Grundrecht eines jeden Besuchers des Nationalparks dass er im Grunde hingegen kann wo er will.

00:37:10: nur da muss er sich natürlich bestimmte Regeln halten Und die gelten nach wie vor und werden auch in Zukunft von uns entsprechend kontrolliert wird.

00:37:17: Das heißt wer sich da hinten nicht benehmen kann, mit oder ohne Sperre sowieso aber ohne SPERRE wird eine entsprechende Strafe bekommen.

00:37:27: wir haben Ranger angestellt die eben jetzt auch die entsprechenden Befugnisse haben an Zeigen auszusprechen und man darf nicht meinen dass das einfach nur so kleine Beträge sind oder es ist ja egal Hauptsache ich kann was posten sondern die Strafen sind meiner Meinung nach Gott sei Dank deutlich angehoben worden.

00:37:47: Es muss auch wehtun, weil wir stellen leider immer noch fest dass viele trotzdem sie wissen das es gesperrt ist hintergehen weil sie sagen okay das nehme ich in Kauf aber Hauptsache ich kann ein cooles Foto posten.

00:37:58: Wahnsinn.

00:38:00: und ja das gilt natürlich jetzt auch für die anstehende Saison oder generell für die ich mein Nationalpark ist für mich eigentlich ganz jahre Saison.

00:38:07: Ich bin hier auch gerne im Winter Aber jetzt auch gerade so, wenn Ferien sind und viele Familien auch kommen ist schon natürlich die Bitte von eurer Seite Regeln beachten, schauen wo ihr hintretet nicht einfach irgendwo wild rumlaufen.

00:38:22: Und keine Feuer!

00:38:24: Feuer?

00:38:25: Das letzte Stichwort von dir ist ein Thema das natürlich immer heißer wird im wahrsten Sinne des Wortes.

00:38:32: Klar man soll nicht rauchen im Wald, man darf nicht raufen es ist eine Straftat.

00:38:36: also da sind sich natürlich viele Leute gar nicht bewusst.

00:38:39: Aber jetzt auch durch den nicht mehr zu leugnenden Klimawandel werden die Wälder immer trockener.

00:38:47: Man merkt es, wenn sie zu recht jammern, dass sie keine Wasservorräte haben für ihre Kühe auf den Almen.

00:38:55: Es verändert sich einfach alles und da muss man auch als Mensch entsprechend achtsam damit umgehen mit diesem Schatz, dem wir haben... In Deutschland, Null Komma Sechs Prozent der Landefläche sind terrestrische Schutzgebiete also Großschutz Gebiete und das wie Nationalparke.

00:39:14: Und auf dieser Fläche sollte es möglich sein zumindest auf diese Fläche dass Menschen sich mal ein bisschen zurücknehmen.

00:39:21: hier die Natur ganz klar vorrang.

00:39:24: Hier Lernen wir von der Natur hier Sind Wir Beobachter stille Beobachten dürfen sie erforschen um von ihr zu lernen Aber auch mit dem entsprechenden Respekt, das muss klar sein.

00:39:36: Forschung ist keine Rechtfertigung um alles zu machen.

00:39:40: Also auch da muss man sehr gut abwägen was erforscht werden muss und vor allem auch wie.

00:39:46: aber Das sollte für unseren Nationalpark gelten.

00:39:50: hier ist ein besonderer Ort ein besonderes Fleckchen Erde in Deutschland dass wir alle zusammen schützen sollten Und uns entsprechend respektvoll und achtsam darin bewegen soll.

00:40:02: Schön.

00:40:03: Vielen lieben Dank für deine Zeit, gerne!

00:40:05: Für den Einblick auch und das sind so ein bisschen.

00:40:06: was erzählt das auch von dir?

00:40:09: Ja sehr schön.

00:40:10: Achtet die Natur aber schaut sie euch ja unbedingt an und mit allen Sinnen wenn es geht.

00:40:16: ich muss aber weil du es vorher erzählst war früher viel Joggen mit Musik, Hörbücher Podcast habe ich gehört weil das eine gute zeit war um das zu machen hat bei mir funktioniert.

00:40:25: irgendwann hab ich gesagt ich möchte jetzt einfach die natur wieder auch mit dem Sinn spüren.

00:40:30: Und seitdem mache ich das ohne und das ist einfach die beste Art, so einen vollen Kopf dann auch

00:40:37: abzuarbeiten.

00:40:38: Also ich merke richtig wie am Anfang so wo fange ich jetzt an?

00:40:41: Und da der erste Gedanke ist weg und dann merk' ich okay und dann bist du irgendwann frei!

00:40:46: Das ist der beste Effekt den diese wunderschöne Landschaft dann auch bietet und dann kannst du es komplett genießen.

00:40:51: Ja geht mir genauso.

00:40:52: also klar kann man sagen ich habe wenig Zeit sonst solche Dinge zu machen in meiner Freizeit, aber du kannst dann kommst nicht runter.

00:41:00: Aber wenn du das jetzt so machst, Kopfhörer weg, Podcast aus und nimmst dir mal alles auf was um dich rum ist und mach mir es nur die Stelle, dann ist es so viel entspannender als alles andere.

00:41:12: Danke dir an alles Gute weiter!

00:41:13: Vielen Dank, ebenso.

00:41:14: Ja es gibt nicht Schöneres als sich auf die Natur einzulassen und alles auf sich wirken zu lassen vor allem im Nationalpark Berchtesgaden der mit unzähligen Wanderrouten einlädt wo ihr jede Menge über Natur und die Geschichte des Nationalparks erfahren könnt.

00:41:30: und das ist wichtig dieses Juwel weiterzuerhalten.

00:41:32: und dazu kann jeder seinen Teil beitragen wenn wir alle respektvoll mit der Natur und ihren Lebewesen umgehen.

00:41:40: Und damit danke fürs Zuhören.

00:41:42: Das war die neunte Folge von echt Berchtesgaden, ein Podcast den ich in Zusammenarbeit mit dem Berg-Erlebnis Berchtestgaden produziere und in dem ihr die Region auf eine ganz besondere Art kennen lernt!

00:41:54: Hört auch gern in die ersten acht Folgen rein – da habe ich unter anderem den Doni Paltzer aus Ramsau getroffen oder die Marc Czellenberger Gräuterfee Monika Angerer.

00:42:05: und der ehemaligen Profilangläuferin Ifi Sachenbacher Steele habe ich bei OmciFix am Wasserer-Lehnen-Beschosswiesen eine Yoga Session absolviert.

00:42:17: Und wenn ihr keine Folge verpassen wollt, dann abonniert den Podcast am besten bei Spotify oder wo auch immer eure Podcasts hört!

00:42:24: Weitere Infos findet ihr auf der Internetseite vom Bergerlebnisberchtesgaden unter berchtesgarden.de.

00:42:31: Den Link schreibe ich euch in die Show Notes.

00:42:38: Danke auch an die Bechtesgarten Bluesband, Norbert Egger und his Natural Blues.

00:42:43: Von ihm kommt die Titelmusik des Podcasts nämlich der Song Nanna den wir verwenden

00:42:47: dürfen.

00:42:48: Danke dafür!

00:42:51: Schnittmoderation und Produktschung kommen von mir Thorsten Jost und natürlich freuen wir uns über Feedback.

00:42:58: Wir freuen uns über eine Empfehlung also erzählt gerne weiter im Freundeskreis zu Hause bei der Familie dass es diesen Podcast gibt und abonniert ihn am besten dann Verpasst ihr auch

00:43:10: keine Folge.

00:43:11: Bis zum nächsten Mal, Servus!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.